(21.Okt 19) A52-BOT öffentl. Auslage Planungsunterlagen

Ab nächsten Montag, 28.10. bis 27.11.2019 werden die Unterlagen für den Bottroper Bauabschnitt (zwischen unserer Stadtgrenze zu Bottrop und Essen) im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens im Gladbecker Rathaus für einen Monat ausgelegt. Es kann jedermann Einsicht nehmen und bis zum 10. Dezember Einwendungen erheben oder Alternativvorschläge unterbreiten.

Für diejenigen, die bereits bei der Offenlegung im Jahr 2009, die seinerzeit in Bottrop erfolgte, Einwendungen gemacht haben ist es wichtig, dass sie ihre Einwendung erneut an die Stadt Gladbeck oder die Bezirksregierung abschicken, ansonsten können die alten Einwendungen ungültig werden.

Planungsunterlagen, die den Bau der A52 Gladbeck diesseits der Stadtgrenze zu Bottrop betreffen, zum Beispiel das riesige Autobahnkreuz mit der A2 in Wittringen, werden wohl nicht ausgelegt. Aber die Auswirkungen eines Ausbaus nur in Bottrop wären schon schlimm genug für uns (Verkehrszunahme in ganz Gladbeck, Staus, Lärm, Feinstaub, Unfälle.....)

Machen Sie von Ihrem Recht auf Einwendungen rege Gebrauch. Diese Unterlagen wurden bereits im Jahr 2009 in der damals aktuellen Version im Bottroper Rathaus ausgelegt. Die Zahl der Einwendungen ging in die Tausende! Das dürfte einer der Gründe dafür sein, dass das Planfeststellungsverfahren bis heute praktisch nicht vom Fleck gekommen ist. Es gab noch nicht eine Antwort auf die mittlerweile über 10 Jahre alten Einwendungen.

s.a.: PresseMitteilung "BOT A52-Planungen: Planfeststellungsunterlagen werden ab 28.10.2019 in Gladbeck ausgelegt"
        WAZ  "Land legt Planung für die A52 in Bottrop offen"
        Stadtspiegel „A 52-Pläne liegen ab dem 28. Oktober im Rathaus zur Einsicht aus“          
        GLAzette „A52-Planung: jetzt geht es ans Eingemachte“


(05.Okt 19) Mottbruchhalde Aktion erfolgreich: Windrad-Höhe real aufgezeigt

Mit einer spektakulären Aktion machte das Bürgerforum Gladbeck gemeinsam mit dem Aeroclub NRW am Samstag, den 05.10.1919, auf die erdrückenden optischen Auswirkungen des von Unternehmen der STEAG und des RWE2019 10 Halde WindradA (ELE) verfolgten Windradprojekts auf der Mottbruchhalde aufmerksam. In Gemeinschaftsarbeit platzierten die Vereine einen gelbleuchtenden Gasballon mit 3,7m Durchmesser exakt auf der Höhe der geplanten Windkraftanlage, also 200m über dem Standort auf dem Haldenplateau bzw. knapp 300m über dem Siedlungsbereich. Der Ballon wurde nach Eintritt der abendlichen Dunkelheit hell erleuchtet. Zahlreiche betroffene Braucker Anwohner verfolgten das Schauspiel sowohl am Kreisverkehr Horster Straße / Rossheidestraße als auch auf dem Haldenplateau mit großem Interesse. Obwohl es sich bei dem Ballon um einen im Verhältnis zum Mast und dem lärmend drehenden Rotor der riesigen Windkraftanlage sehr kleinen und ruhigen Gegenstand handelt, wurde dabei sehr eindrücklich klar, welche verheerenden optischen Beeinträchtigungen Hunderte von Braucker Bürgern durch die überdimensonierte Anlage zu erdulden hätten. Besonders in den Abendstunden machte die Ballonbeleuchtung die Höhe des ebenfalls im Dunkeln beleuchteten Windrades sichtbar. Die gesamte Region zwischen Gelsenkirchen-Horst, Gladbeck Mitte und Bottrop-Welheim konnte sich davon überzeugen, dass der Standort hoch oben auf der Halde und inmitten dicht bebauter Siedlungen nicht akzeptabel ist.
Aus Sicht des Aeroclubs, der den international bedeutsamen Startplatz für Gasballons auf der Ostseite der Halde am Wittringer Wald betreibt, machte die Aktion plastisch deutlich, dass bei den üblichen Winden aus westlichen und auch nördlichen Richtungen Starts mit Gasballons nicht mehr durchgeführt werden könnten, ohne Leib und Leben der Ballonfahrer und ihrer internationalen Gäste zu gefährden. Sollte das Windrad gebaut werden, müsste der mit viel Geld und Aufwand eingerichtete Startplatz wohl aufgegeben werden.
Nach den aus seiner Sicht nicht zielführenden Gesprächen mit den zuständigen Luftaufsichtsbehörden bereitet der Aeroclub eine Klage gegen den Genehmigungsbescheid des Recklinghäuser Landrats vor. Das Bürgerforum Gladbeck organisiert und finanziert bereits seit Monaten eigene Klagen und Abwehranträge gegen den vom Kreis ermöglichten Sofortvollzug für den Bau vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.
Die Aktion der beiden Vereinigungen war luftfahrtrechtlich angemeldet. Auf die Einholung einer ausdrücklichen Zustimmung des Haldenbesitzers wurde jedoch verzichtet, um die Aktion, die im berechtigten Interesse vieler Menschen liegt, nicht zu stören.

s.a. Bericht in GLAzette, WAZ "Ballon-Guerilla gegen Windrad",StSp "Gladbeck: Ballon als Protest gegen geplantes Windrad auf der Mottbruchhalde"

Wir bitten Interressierte um tatkräftige Aktions-Unterstützung der „Haldenwelt“ und nicht zuletzt um finanzielle Zuwendung. Näheres dazu findet sich auf der Website Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Fotoreihe unten: Der gelbe Ballon (D=3,7m, 200m hoch) markiert die obere Flügelspitze, die zwichen 62 und 200m über der Halde rotiert.

Auf Mottbruchhalde am geplanten Windradstandort, Blick Richtung Bottrop (links Tetraeder) mit Windrad-Animation:
2019 10 05 Windrad 04b

für mehr Fotos auf <weiterlesen> klicken:


(3.Sept 19) Bauvorbereitungen auf der Mottbruchhalde

Vorwort: Wir brauchen regenerativen Energien und dafür sicherlich auch Windkraftanlagen, aber auch eine Wohn- und Erholungszone ohne Industrie. Bei der Umwelttechnik ist es aber in vielerlei Hinsicht so, dass wir hoch qualifizierte Anlagen brauchen, die uns vor Umweltverschmutzung schützen. Zum Beispiel Klärnlagen, Tierkörperbeseitigungsanstalten, Müllverbrennungsanlagen und Abfallbehandlungsanlage etc.. Sicher sind wir gemeinsam fest der Auffassung, dass es ohne solche teuren und komplexen Anlagen nicht geht, was auch für das Windrad gilt. Es kann aber nicht sein, dass man Tierkörperbeseitigungsanstalten, Sonderabfallverbrennungsanlagen etc. ebenso wie Windkraftanlagen an jeder beliebigen Stelle errichtet, weil es ein interessierter Betreiber eben mal so will. Es gibt Landes- und Regionalplanungen, die dafür Freiflächen vorhalten. Daran muss sich ein Betreiber halten, auch wenn er angesichts jahrelanger Fehlleistungen in einer schlechten wirtschaftlichen Situation ein Fanal auf großer Höhe mitten im Ruhrgebiet setzen möchte. Dies hat mit der Energiewende nur bedingt etwas zu tun. Wenn das Gericht meint, dass die Anlage gebaut werden kann, obwohl Bürger in ihren Rechten beeinträchtigt sind, dann soll es recht sein, eben weil wir auch für die Energiewende sind. Weiteres gerne bei einem unserer Treffen.

Pressemitteilung des Bürgerforums Gladbeck:
Bauvorbereitungen auf der Mottbruchhalde!  Stopp der Windkraftanlage jetzt dringend erforderlich  Kritik am Verhalten des Bürgermeisters

Die Firma Mingas Power GmbH macht offenbar von dem ihr durch den Kreis Recklinghausen ermöglichten Sofortbeginn zur Errichtung einer Windkraftanlage konkreten Gebrauch. Bei einer Begehung der Mottbruchhalde haben Aktive des Bürgerforums jetzt festgestellt, dass am beabsichtigten Standort der Anlage auf dem Haldenplateau Bohrungen von mehreren Metern Tiefe niedergebracht worden sind, um die Arbeiten am Stahlbetonfundament vorzubereiten. Nach Verlautbarungen aus dem Umfeld des Betreibers soll der Mast der Anlage schon in Kürze errichtet werden.
Das Vorgehen der Mingas zeigt, wie wichtig es ist, dass die vom Bürgerforum Gladbeck koordinierten Abwehrmaßnahmen schwerpunktmäßig auf den sofortigen Stopp des Baus abzielen. Nur so können die Rechte der Anwohner und die Gladbecker Haldenwelt wirksam geschützt werden. Denn nach den ausdrücklichen Erklärungen von Kreis und Betreiber im laufenden Prozess kann mit den Stromerlösen des 200m hohen Generators nur dann Geld verdient werden, wenn Bau und Inbetriebnahme so schnell wie möglich und trotz der noch ausstehenden gerichtlichen Klärung der Rechte von Anwohnern und Stadt erfolgen.
Das Bürgerforum erwartet, dass die gerichtliche Entscheidung über das Verbot weiterer Baumaßnahmen in den nächsten Wochen fällt. Die Anwohner können hoffen, dass damit der Eingriff in ihre Rechte, die Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität und die drohende Wertminderung ihrer Häuser fürs Erste definitiv abgewendet wird, und dass für das einseitige, wirtschaftliche Interesse des Betreibers nicht weiterhin Fakten geschaffen werden, die nur noch schwer aus der Welt zu schaffen sind.
Der Beginn der Arbeiten zeigt im Übrigen, wie wichtig auch ein an das Verwaltungsgericht adressierter Eilantrag der Stadtverwaltung auf sofortigen Stopp des Baus wäre, den der Bürgermeister aber leider bis heute nicht veranlasst hat. Dafür ist es nun allerhöchste Zeit. Und nur dies entspricht dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates vom 14.02.2019, mit dem der Bürgermeister beauftragt wird, "alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen", um das Windrad zu verhindern. Der Anfang August in der Lokalpresse veröffentlichte Hinweis des Bürgermeisterbüros auf einen möglichen späteren Eilantrag verfängt dabei nicht. Denn bei der im Eilverfahren erforderlichen Interessenabwägung des Gerichts verliert ein nicht sofort, sondern irgendwann gestellter Stopp-Antrag angesichts von Investitionen und Baumaßnahmen des Betreibers immer mehr an Gewicht. Damit riskiert die Stadtverwaltung, dass trotz ihrer Klage der ungehinderte Betriebsbeginn der Windkraftanlage und das Aus für die Internationale Gartenausstellung 2027 in Gladbeck immer wahrscheinlicher wird. Die privaten Kläger und das Bürgerforum setzen alles daran, diesen Ablauf mit einem zeitnahen Stopp des Baus zu verhindern.


(30.Aug 19) RAG Antwort zu Schwelbrand auf der Moltke-Halde

Das an das Bürgerforum Gladbeck gerichtete, ausführliche Schreiben ist die Antwort auf die Forderung der Vereinigung, die Moltke-Halde zur definitiven Beseitigung des unterirdischen Brandherdes abzutragen. Die RAG Montan gibt darin einen detaillierten Sachstandsbericht, sie schildert ihre bisher unternommenen Schritte und umschreibt die möglichen Abhilfemaßnahmen, die nach weiteren, intensiven Prüfungen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden ergriffen werden können. Dazu gehört auch, so wird ausdrücklich bestätigt, dass ein Teilabtrag der Halde, den das Bürgerforum ins Gespräch gebracht hat, in Betracht gezogen werden könne. 

Bemerkenswert an dem Schreiben ist für das Bürgerforum nicht nur sein Inhalt sondern auch die in Wortlaut und Stil zum Ausdruck kommende, achtungsvolle Art, mit der das Unternehmen seine Verantwortung wahrnimmt und auf die Forderungen und Ängste der Gladbecker Bürger eingeht. Von dieser Art der Reaktion auf Kritik könne sich so manche öffentliche Stelle eine Scheibe abschneiden.

Noch besser sei es allerdings gewesen, wenn die RAG Montan auch auf den Verdacht eingegangen wäre, dass der Schwelbrand in der Halde auch die besonders gesundheitsgefährlichen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) ausgase. Das solle erforderlichenfalls aber jetzt in den Gesprächen geklärt werden, die das Unternehmen ausdrücklich angeboten hat. 

Links auf das Schreiben der RAG Montan (zugegangen 29.08.) und die Antwort des Bürgerforums darauf.

Presse: Wikipedia "brennende Halden"
 03.09.19 WAZ "Altlasten bei Ineos Phenol: Anwohner kritisieren Stillstand!"
 03.09.19 WAZ "Bürger fordern rasches Handeln der RAG"
 09.08.19 GLAzette "Bürgerforum: brennende Halde abtragen!"
 09.08.19 WAZ "Schwelbrand Buergerforum fordert Moltkehalde abzutragen"
 07.08.19 Linke "Schädliche Emissionen aus der Moltkehalde I in Gladbeck"
 02.08.19 Stadtspiegel "Schwelbrand in der Gladbecker Moltkehalde ist ein ungelöstes Problem"
 02.08.19 Stadtspiegel "RAG muss umfassend Information geben"
 01.08.18 WAZ "Bezirksregierung Arnsberg nennt Details zur Moltkehalde"
 30.07.19 WAZ "Umweltbelastung: RAG verweigert Details zur Moltkehalde"
 29.07.19 REL "GLA Schwelbrand an der Moltkehalde wird immer heisser"
 27.07.19 StadtSpiegel "Schwelbrand hält an"
 27.07.19 IKZ "brennende Moltkehalde sorgt Gladbecker Anwohner"
 24.07.19 WAZ "Schwelbrand in der Gladbecker Moltkehalde hat sich verstärkt"
 13.12.18 NRZ, WP "Grüner Berg mit heißem Kern: Moltkehalde brennt immer noch mit 260°C"
 22.03.05 Spiegel "Die glühenden Berge der Kohlereviere"


(08.Aug 19) Unkontrollierbarer Schwelbrand auf der Moltke-Halde

Die Gladbecker Moltke-Halde, unter Aufsicht der Ruhrkohle AG (RAG), entzündete sich bereits vor 40 Jahren und verbrennt seitdem im Inneren, wobei gefährliche Gifte entstehen und in die Umwelt gelangen. Ein Brand auf der Haldenoberfläche im August 2019, der nur mit einem großen Feuerwehreinsatz gelöscht werden  konnte, machte auf das Haldenproblem aufmerksam. Die RAG kümmert sich nicht in ausreichendem Maß um ihre giftige Hinterlassenschaft und gefährdet jeden, der die Halde betritt oder ihr zu nahe kommt.

Große Zäune sollen verhindern, dass Unvorsichtige durch die Gifte zu Schaden kommen, ansonsten ist die RAG ratlos und hat offensichtlich keinen Plan, um den Brand zu beseitigen. Die Halde schwelt derweil jeden Tag mit über 300 Grad im Inneren weiter.

Das Bürgerforum verlangt von der RAG, dass sie ihren Plichten als Eigentümerin der Halde nachkommt und den Haldenbrand innerhalb kurzer Zeit löscht oder die Halde komplett abträgt. Den Brief mit den Forderungen des Bürgerforums finden Sie hier

Presse: Wikipedia "brennende Halden"
 09.08.19 GLAzette "Bürgerforum: brennende Halde abtragen!"
 09.08.19 WAZ "Schwelbrand Buergerforum fordert Moltkehalde abzutragen"
 07.08.19 Linke "Schädliche Emissionen aus der Moltkehalde I in Gladbeck"
 02.08.19 Stadtspiegel "Schwelbrand in der Gladbecker Moltkehalde ist ein ungelöstes Problem"
 02.08.19 Stadtspiegel "RAG muss umfassend Information geben"
 01.08.18 WAZ "Bezirksregierung Arnsberg nennt Details zur Moltkehalde"
 30.07.19 WAZ "Umweltbelastung: RAG verweigert Details zur Moltkehalde"
 29.07.19 REL "GLA Schwelbrand an der Moltkehalde wird immer heisser"
 27.07.19 StadtSpiegel "Schwelbrand hält an"
 27.07.19 IKZ "brennende Moltkehalde sorgt Gladbecker Anwohner"
 24.07.19 WAZ "Schwelbrand in der Gladbecker Moltkehalde hat sich verstärkt"
 13.12.18 NRZ, WP "Grüner Berg mit heißem Kern: Moltkehalde brennt immer noch mit 260°C"
 22.03.05 Spiegel "Die glühenden Berge der Kohlereviere"