(08.Aug 19) Unkontrollierbarer Schwelbrand auf der Moltke-Halde

Die Gladbecker Moltke-Halde, unter Aufsicht der Ruhrkohle AG (RAG), entzündete sich bereits vor 40 Jahren und verbrennt seitdem im Inneren, wobei gefährliche Gifte entstehen und in die Umwelt gelangen. Ein Brand auf der Haldenoberfläche im August 2019, der nur mit einem großen Feuerwehreinsatz gelöscht werden  konnte, machte auf das Haldenproblem aufmerksam. Die RAG kümmert sich nicht in ausreichendem Maß um ihre giftige Hinterlassenschaft und gefährdet jeden, der die Halde betritt oder ihr zu nahe kommt.

Große Zäune sollen verhindern, dass Unvorsichtige durch die Gifte zu Schaden kommen, ansonsten ist die RAG ratlos und hat offensichtlich keinen Plan, um den Brand zu beseitigen. Die Halde schwelt derweil jeden Tag mit über 300 Grad im Inneren weiter.

Das Bürgerforum verlangt von der RAG, dass sie ihren Plichten als Eigentümerin der Halde nachkommt und den Haldenbrand innerhalb kurzer Zeit löscht oder die Halde komplett abträgt. Den Brief mit den Forderungen des Bürgerforums finden Sie hier

Presse: Wikipedia "brennende Halden"
 09.08.19 GLAzette "Bürgerforum: brennende Halde abtragen!"
 09.08.19 WAZ "Schwelbrand Buergerforum fordert Moltkehalde abzutragen"
 07.08.19 Linke "Schädliche Emissionen aus der Moltkehalde I in Gladbeck"
 02.08.19 Stadtspiegel "Schwelbrand in der Gladbecker Moltkehalde ist ein ungelöstes Problem"
 02.08.19 Stadtspiegel "RAG muss umfassend Information geben"
 01.08.18 WAZ "Bezirksregierung Arnsberg nennt Details zur Moltkehalde"
 30.07.19 WAZ "Umweltbelastung: RAG verweigert Details zur Moltkehalde"
 29.07.19 REL "GLA Schwelbrand an der Moltkehalde wird immer heisser"
 27.07.19 StadtSpiegel "Schwelbrand hält an"
 27.07.19 IKZ "brennende Moltkehalde sorgt Gladbecker Anwohner"
 24.07.19 WAZ "Schwelbrand in der Gladbecker Moltkehalde hat sich verstärkt"
 13.12.18 NRZ, WP "Grüner Berg mit heißem Kern: Moltkehalde brennt immer noch mit 260°C"
 22.03.05 Spiegel "Die glühenden Berge der Kohlereviere"


(Juli.19) Das Bürgerforum trauert um Andreas Gastreich

andreas g sw Andreas Gastreich
1961 - 2019

Ein ganz toller Gefährte

Unser lieber Freund Andreas ist von uns gegangen. Bis zum 18.07.2019 hat er die Bürde seiner schweren Krankheit gefasst erduldet.

Er lebte und liebte Gladbeck mit großer Leidenschaft und engagierte sich von Anfang an im Bürgerforum-Gladbeck mit eifrigem Engagement als Vorstandsmitglied und als Webmaster. Durch die konsequente Nutzung seines geliebten Fahrrads und der öffentlichen Verkehrsmittel lebte Andreas Gastreich tagtäglich seine klimaneutrale Mobilitätsform und bewies beeindruckend dass ein Leben auch ohne Auto im Ruhrgebiet möglich ist.

Wir sind unermesslich dankbar für einen tollen Menschen, den wir ein Stück seines großartigen Lebensweges begleiten durften.

In unseren Gedanken und Handeln lebt Andreas weiter, denn er hat uns ein starkes Vermächtnis hinterlassen, welches wir in Würde ehren werden. Der Abschied von einem vertrauten Menschen fällt schwer, vor allem da er als Freund gegangen ist.

Wir wünschen Dir da Oben alles Gute,
Deine Weggefährten vom Bürgerforum Gladbeck

Die Trauerfeier ist am Sa, 17.08.19, 11:00, Zentralfriedhof-Kapelle Gladbeck-Mitte.


(09.Sept 19) nächstes Treffen

Unser nächstes regelmäßiges offenes Treffen, am zweiten Montag im Monat, findet am:
       Montag, den 09.09.19, 18:00 Uhr  im Haus Kleimann-Reuer, Hegestr.89, 45966 Gladbeck
statt. Beachte: am 08.07. und 12.8.2019  KEIN Treffen und wegen Ruhetag nicht mehr in der Alten Post.

Tagesordnung zur nächsten Sitzung:

  1. --- wird baldmöglichst bekannt gegeben ---
  2. Sonstiges

Aktuelles siehe hier in unserem Dokumentenarchiv!
Alle Mitglieder, sonstige Interessenten und die Vertreter der Medien sind wie immer herzlich willkommen.
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(16.Juli 19) Anders unterwegs sein

Das SWR Fernsehn zeigte am 16.7.19  Wie wollen wir leben? - Anders unterwegs sein

Jahrzehntelang war das Auto der Deutschen liebstes Kind. Stadtentwicklung hieß Straßenentwicklung. Lebensqualität maß sich an der Größe des Parkraums. Aber inzwischen quellen die Städte über von Verkehr, die Atemluft wird jährlich giftiger. Deshalb steuern immer mehr Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger dagegen: Sie versuchen, den Autoverkehr aus den Innenstädten zu drängen, fördern den öffentlichen Nahverkehr, bauen Radwege.
Reutlingen zum Beispiel will die Zahl der Buslinien verdoppeln und Radschnellwege bauen. Die Stadt erhält dafür als eine von bundesweit fünf Modellstädten Geld vom Staat. Und nutzt dabei die Erfahrungen europäischer Metropolen, die schon viel weiter sind. Zum Beispiel von Wien, das die Bus- und Bahntickets radikal verbilligt hat, oder von London, das eine City-Maut für die Fahrt in die Innenstadt kassiert, aber auch von Kopenhagen, das inzwischen mehr Rad- als Autofahrer zählt, oder von Oslo, wo immer mehr Autofahrerinnen und Autofahrer ein E-Mobil kaufen.
Die Dokumentation begleitet Familie Schneider aus Reutlingen: seit Jahren sind die Schneiders passionierte Bus-, Bahn- und Radfahrer, umweltbewusst und politisch aktiv. Außerdem stellt der Film europäischen Modelle vor, von denen Reutlingen lernen kann. "Anders unterwegs sein" - ein Film aus dem deutschen Südwesten mit Blick in die Welt.

Wiederholungen: 20.07.19-13:30 SR Fernsehn und 18.08.19-12:15 u. 23.08.19-10:15 tagesschau24
Siehe auch Plädoyer für eine bessere Mobilität.


(30.April 19) B224 muss Umweltzone werden

In ihrer zweiten Antwort verweigert Ministerin Heinen-Esser (CDU) weiter die Einbeziehung der B224 in die Umweltzone Ruhr. Sie verweist auf die europaweite Bedeutung der Straße, so dass die Warendurchfuhr nur bei "zwingenden Erfordernissen des Umweltschutzes" behindert werden dürfe. Dies sei bei der B224 nicht gegeben.

Es erstaunt, dass die Umweltministerin so argumentiert, als sei sie für das Verkehrsministerium verantwortlich. Die Erhaltung einer intakten Umwelt als Ziel erwähnt sie an keiner Stelle. Ebenso wenig scheint sie am Schutz der menschlichen Gesundheit interessiert zu sein. Die wiederholt von uns vorgetragene Frage, warum in Dortmund die B1 Bestandteil der Umweltzone sein kann, die B224 aber nicht, ignoriert sie erneut völlig.

Bei schriftlichen Anfragen weicht die Umweltministerin Heinen-Esser (CDU) beharrlich aus, so dass wir auf anderen Wegen Antworten suchen. Aus diesem Grund haben wir Vertreter/innen ihres Ministeriums nach Gladbeck eingeladen, um ihnen eine öffentliche Gelegenheit zu geben, ihre ablehnende Begründung vorzutragen und sich der Kritik der Gladbecker Bürger/innen zu stellen.

Die Antwort des Umweltministeriums finden Sie hier. Und hier unsere Erwiderung.